Dr. Tamar Amar-Dahl

 Alfried Krupp Junior Fellow
(Oktober 2012 – September 2013)
 
 
 
Geboren 1968 in Nahariya/Israel
 
Studium der Fächer Geschichte und Philosophie
Tel Aviv, Hamburg und München
 
Assoziierte an der Arbeitsstelle Politik des Vorderen Orients, Otto-Suhr-Institut, Freie Universität Berlin
 
 

Holocaust-Verständnis im zionistischen Israel:

Im Fokus meines rezeptionsgeschichtlichen Forschungsansatzes steht die Frage nach den israelischen Verarbeitungsmodi der Shoah im Kontext der jüdischen Nationalstaatlichkeit und des Nahostkonflikts. Das Forschungsprojekt geht davon aus, dass die zwei entscheidenden Zäsuren der jüdischen Zeitgeschichte 1945 und 1948 stattfanden – die jüdische Katastrophe in Europa und die Gründung eines jüdischen Staats im Orient. Sie haben die Identität und das Selbstverständnis der Juden nachhaltig geprägt. Die Studie arbeitet die diversen gedächtnispolitisch bzw. erinnerungskulturell bedingten Deutungen der Katastrophe innerhalb der sehr wohl heterogenen, israelisch-jüdischen Immigranten-Siedler-Gesellschaft heraus. In Anbetracht des anhaltenden Kriegszustands und der somit prekären sicherheitspolitischen bzw. nationalstaatlichen Lage gilt es folgende Hypothese zu überprüfen: Prägte der Holocaust als ultimative Katastrophe der Juden nicht nur das zionistische Israel, sondern beeinflussten nicht umgekehrt auch die Historie des Staates Israel seit 1948 und der eskalierende israelisch-arabische Konflikt die Rezeption des Holocausts und die politische Erinnerungskultur des Landes?

26.05.16 Licht – Mitte – Raum. Die Arbeiten des Bildhauers Hans Kock im Greifswalder Dom 1982 bis 1989

Interdisziplinäre Fachtagung

26.05.16 Von künstlerischen Umorientierungen einer Kirche

Öffentlicher Abendvortrag im Rahmen der interdisziplinären Fachtagung „Licht – Mitte – Raum. Die...