„Geschlossene Gesellschaft“

Filmforum
Armin Mueller-Stahl (rechts) und Jutta Hoffmann (links) in „Geschlossene Gesellschaft“ (Foto: DRA/Gerd Platow)

Ingenieur Robert und Jugendhelferin Ellen fahren mit ihrem fünfjährigen Sohn Nicky in den Urlaub. Der Zufall will es, dass sie in ihrem Urlaubsquartier ohne Gesellschaft bleiben. Unfreiwillig allein und sich selbst überlassen, sehen sie sich plötzlich einer harten Prüfung ihres familiären Zusammenlebens ausgesetzt. Unausgetragene Konflikte brechen auf. Alles, was bisher unter den Teppich gekehrt wurde, wird ans Licht gezerrt. Beide, Mann und Frau, gehen schonungslos offen mit sich ins Gericht. Da kommen Seitensprünge zur Sprache und Scheidungsabsichten, Leistungsdruck, Misstrauen und Anpassung aus Bequemlichkeit. Erschreckt über ihre Entdeckungen, fragen sie sich, was wohl mit ihnen los sei. Aus dem scheinbaren Miteinander wird ein Nebeneinander, ja Gegeneinander. Erst die Lebensweisheit eines alten Mannes hilft ihnen, sich ganz allmählich zu einem neuen Verständnis menschlichen Daseins, menschlicher Verantwortung und individueller Möglichkeiten vorzuarbeiten. Doch was bleibt, sind Schwermut und Melancholie ...

DDR 1978, 121 Min, FSK 12, Regie: Frank Beyer
Moderation: Frank-Michael Moser

Brasserie Hermann, Gützkower Straße 1, Eintritt frei

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