Die biologische Evolution der menschlichen Moralfähigkeit

Fellow Lecture,Öffentlicher Abendvortrag

Kaum ein Aspekt menschlicher Lebenspraxis scheint auf den ersten Blick so grundsätzlich Darwinischen Weltinterpretationen zu widersprechen wie die menschliche Altruismus-Moral. Im Vortrag wird zunächst dargelegt, warum altruistisches Verhalten nicht grundsätzlich einer konsequenzialistisch operierenden natürlichen Selektion widerspricht. Die Verhältnisse sind allerdings nicht ganz so klar, wenn es um die Entstehung einer non-konsequenzialistisch  ausgerichteten moralischen Urteilsfähigkeit geht, also um jene Kompetenz, die landläufig dem Gewissen zugeschrieben wird. Letztlich geht es um die keineswegs triviale Frage, wozu eigentlich das Gewissen gut ist.

Eckart Voland (*1949) studierte Biologie und Sozialwissenschaften an der Universität Göttingen. 1978 erfolgte die Promotion zum Dr. rer. nat. mit einer Arbeit zum Sozialverhalten von Primaten und 1992 seine Habilitation für Anthropologie mit Arbeiten über „Historische Demografie und Soziobiologie“. 1993/94 war er als Senior Research Fellow am Department of Anthropology, University College London, bevor er 1995 einen Ruf auf die Professor für Philosophie der Biowissenschaften an der Universität Gießen annahm. Seine Forschungsarbeiten widmen sich vorrangig Themen der Evolutionären Anthropologie und Biophilosophie. Schriften von ihm wurden ins Italienische, Spanische, Portugiesische und Koreanische übersetzt.  

Moderation: Dr. Christian Suhm
 

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