Welche Pille bewirkt eine Funktionserholung des Gehirns?

Öffentlicher Abendvortrag

Durch einen Schlaganfall treten in > 80% der Fälle motorische Einschränkungen auf. Die klassische Behandlung besteht aus Physiotherapie und Ergotherapie. Dennoch muss in vielen Fällen mit persistierenden Defiziten gerechnet werden. Durch Einsatz verschiedener Pharmaka (z.B. Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, Dopamin-Agonisten, Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer, Cholinesterase-Inhibitoren) kann versucht werden, den Hirnstoffwechsel positiv zu beeinflussen und so die Wirksamkeit der Therapien zu verstärken.
Im Vortrag wird ein Überblick über die Evidenzlage unterschiedlicher Pharmaka gegeben und über eigene Erfahrungen berichtet.
    
Joachim Liepert studierte Medizin in Bochum, danach erfolgte die Weiterbildung zum Neurologen in Dortmund, Westerstede und an der Ruhr-Universität Bochum. 1995/96 folgte ein Forschungsaufenthalt an den National Institutes of Health in Bethesda. Anschließend war er als Oberarzt an den Neurologischen Uni-Kliniken Jena und Hamburg-Eppendorf tätig. Seit 2006 ist er ärztlicher Leiter der Neurohabilitation an den Kliniken Schmieder Allensbach und apl. Professor an der Universität Freiburg. Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt sind Arbeiten zur Plastizität des Gehirns und Auswirkungen von Pharmaka und therapeutischen Interventionen auf das motorische System.

Moderation: Professor Dr. Thomas Platz

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