„Die Freiheit siegt, Tyrannei zerbricht“ – Puccinis Tosca und die Politik um 1800 und zu Puccinis Zeit

Öffentlicher Abendvortrag
Professor em. Dr. Dr. h. c. Volker Mertens

Das Wochenende vom 23. bis 24. März 2018 steht ganz im Zeichen von Giacomo Puccinis Oper „Tosca“, die in der Inszenierung von Susanne Knapp erstmals am 24. März 2018 im Theater Vorpommern in Greifswald zu erleben ist.

Am Vorabend der Premiere, am 23. März 2018, lädt das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald zum Abendvortrag von Prof. Dr. Volker Mertens ein. Der Germanist und Puccini-Spezialist referiert über „Tosca“ und die Politik um 1800 und zu Puccinis Zeit. Volker Mertens war von 1977 bis zur Emeritierung 2006 Professor für Ältere Deutsche Literatur an der Freien Universität Berlin. Er publiziert u.a. zu Richard Wagner, Giacomo Puccini und Richard Strauss. Für die Wiener und die Hamburgische Staatsoper, die Bayreuther Festspiele, die Berliner Philharmoniker sowie das Konzerthaus Berlin erstellt er Programmhefte.

Moderation: Dr. Christian Suhm

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Weitere Informationen:

Premiere: "Tosca" am 24. März 2018 im Theater Vorpommern

Oper in drei Akten von Giacomo Puccini in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem Drama von Victorien Sardou

"Nur der Kunst wollte die gefeierte Operndiva Floria Tosca ihr Leben weihen – und der Liebe zu dem Maler Mario Cavaradossi. Doch die politischen Verhältnisse lassen ein Leben, das sich ausschließlich den schönen Dingen widmet, nicht zu. Denn Cavaradossi gerät ins Visier von Polizeichef Scarpia, der seinerseits ein Auge auf Tosca geworfen hat. In die Enge getrieben, sieht sie keinen anderen Ausweg, als den lüsternen Scarpia zu erstechen. Doch Scarpias Macht reicht weit über den eigenen Tod hinaus.
„In dieser Oper wird zu folgenden angenehmen Ereignissen Musik gemacht: zu einer Folterung, zu einem Morde, zur Aufbahrung des Ermordeten durch die Täterin, zu einer Hinrichtung mittels Erschießens, schließlich zum Todessprunge der Heldin in die Tiefe ... Nur ist ein gesteigertes Raffinement der szenischen Spannung hinzugetreten, die Aufpeitschung der Nerven“, so urteilte 1907 der Musikkritiker Julius Korngold über Puccinis Oper. Was bei der Uraufführung 1900 in Rom noch einen Skandal heraufbeschwor, lässt heute noch jedem Opernbesucher einen Schauer über den Rücken jagen. Und ist es nicht das, was wir von einer großen Oper erwarten?"

Am Premierentag findet im Foyer des Theaters Greifswald eine Sonder-Matinee statt, bei der Experten über Fragen rund um die Musik, die literarische Vorlage und die Dramaturgie der Puccini-
Oper diskutieren sowie einen Ausblick auf die „Tosca“-Inszenierung am Theater Vorpommern geben. Auf dem Podium erwarten Sie Prof. Dr. Volker Mertens, Dr. Christian Suhm (wissenschaftlicher Geschäftsführer des Krupp-Kollegs) sowie das Produktionsteam der Inszenierung: Dr. Florian Csizmadia (Generalmusikdirektor am Theater Vorpommern), Regisseurin Susanne Knapp (Berlin) sowie die Dramaturgin Stephanie Langenberg. Im Anschluss freuen wir uns darauf, die Diskussion zu öffnen und auch mit Ihnen über Puccinis Meisterwerk ins Gespräch zu kommen.

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