Die Rettung von Flüchtlingen auf See: ein neues humanitäres Element im traditionellen Seerecht

Öffentlicher Abendvortrag

Gegenstand des Vortrags ist ein politisch brisanter völkerrechtlicher Konflikt. Nach allgemein anerkanntem Völkerrecht müssen Menschen in Seenot gerettet werden. Zudem besteht für die Staaten die völkerrechtliche Verpflichtung, Flüchtlinge aufzunehmen, wenn bestimmte Verfolgungsgründe vorliegen. Demgegenüber verweisen die Staaten auf ihr souveränes Recht, eine Einwanderung kontrollieren und begrenzen zu können. Dieser Konflikt ist nicht neu; er erreicht aber im Mittelmeer einen neuen Höhepunkt

Von 1993 bis 2012 war Rüdiger Wolfrum Professor für Völkerrecht an der Universität Heidelberg und Direktor des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht. Seit 2013 ist er Geschäftsführer der Max-Planck-Stiftung für Internationalen Frieden und Rechtsstaatlichkeit. Rüdiger Wolfrum wurde darüber hinaus 1996 zum Richter am Internationalen Seegerichtshof in Hamburg gewählt, dem er seitdem ununterbrochen angehört und dessen Präsident er von 2005 bis 2008 war. Als Berater bei der Erstellung grundlegender rechtsstaatlicher Verfassungs- und Gesetzesvorhaben ist Rüdiger Wolfrum in vielen Ländern, besonders im Nahen Osten und in Nordafrika, tätig.

Begrüßung und Moderation: Professor Dr. Bärbel Friedrich
Grußwort: Professor Dr. Dr. h. c. Ursula Gather

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Zu den Greifswalder Reden der Stiftung Alfried Krupp Kolleg Greifswald werden Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Kultur in die Universitäts- und Hansestadt eingeladen, die zu wichtigen Themen ihres Forschungs- und Tätigkeitsfeldes Stellung beziehen. Die Reden werden als ein offenes Diskursforum verstanden und wenden sich an ein breites Publikum.


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