Die Umgestaltung der römischen Welt – Neue Perspektiven, bekannte Probleme

Internationale Fachtagung

Beinahe 20 Jahre nach dem ERC Projekt „The Transformation of the Roman World“ gilt es zu diskutieren. Die römische Welt kannte keineswegs klare Identitäten, auch wenn viele literarische Darstellungen klar zwischen „Römern“ und „Barbaren“ unterscheiden. Verschiedenste regionale, städtische und ethnische Gesellschaften waren im Laufe von Jahrhunderten römisch geworden. Dabei entwickelten sich neue Dynamiken und Prozesse, die bei der Frage nach der „Umgestaltung der römischen Welt“ zu berücksichtigen sind.
Warum traten an die Stelle des weströmischen Reiches im frühen Mittelalter ethnisch definierte Staatsgebilde wie das ostgotische Italien, das vandalische Afrika, das fränkische Gallien oder das westgotische Spanien? Wie bewältigten die Menschen der Spätantike die geistige Spannung zwischen einem universalen Christentum, der Selbstdefinition als Römer und einer spezifischen ethnischen Identität? Welche Vorbedingungen sind zu problematisieren, die bisher zu wenig Beachtung fanden? Welche spezifischen sozialen, ökonomischen und politischen Bedingungen vereinen und trennen Gallien, Spanien, Britannien, Afrika, Italien und den Donauraum? Wie gehen wir mit historischen und archäologischen Narrativen um, die fest verankert erscheinen, aber höchst problematisch sind? Wie sollen wir spätantike und frühmittelalterliche Historiographie und Ethnographie heute lesen?

Wissenschaftliche Leitung:
Privatdozent Dr. Roland Steinacher (Tübingen)

Information:
Christin Klaus M.A.
Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald
D–17487 Greifswald
Telefon: +49 (0) 3834 / 420–5029
Telefax: +49 (0) 3834 / 420–5005
E–Mail: christin.klaus@wiko–greifswald.de

Die internationale Tagung des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Bonn,
und der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach–Stiftung, Essen.

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  • Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald

    Martin-Luther-Straße 14
    17489 Greifswald


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