Reformatio Baltica. Kulturwirkungen der Reformation in den Metropolen des Ostseeraums

Öffentlicher Abendvortrag

Pünktlich zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation am 31. Oktober 2017 wird der für die Reformation im gesamten Ostseeraum repräsentative Kongressband veröffentlicht:

Heinrich Assel, Anselm Steiger, Axel E. Walter (Hg.)
Reformatio Baltica. Kulturwirkungen der Reformation in den Metropolen des Ostseeraums
1.060 Seiten, Verlag de Gruyter Berlin/Boston 2017.

Die Forschungsbeiträge dieses Bands erkunden die vielfältigen Kulturwirkungen der Reformation in den städtischen Zentren am mare balticum. In den Blick genommen werden diejenigen Städte im Ostseeraum, die aufgrund ihrer politischen, ökonomischen und nicht zuletzt geistig-kulturellen Relevanz im Laufe des 16. bis 18. Jahrhunderts Metropolfunktionen besaßen oder zunehmend erlangten wie etwa Lübeck, Rostock, Greifswald, Stettin, Danzig, Königsberg, Vilnius, Riga, Reval, St. Petersburg sowie die kulturellen Zentren im skandinavischen Bereich wie beispielsweise Uppsala, Stockholm, Lund, Malmö, Kopenhagen. Gefragt wird nach den Faktoren, die diese Metropolbildungen begünstigten, den Formen und Wegen kultureller Transfers im Ostseeraum - und dies jeweils vor dem Hintergrund der heterogenen Wirkungen, welche die Reformation rund um die Ostsee in den städtischen Kulturen des 16. bis 18. Jahrhunderts zeitigte. Sozial-, wirtschafts-, literatur-, theologie-und frömmigkeitshistorische Aspekte sind genauso berücksichtigt wie die Kunst-, Architektur-, Musik-und Bibliotheksgeschichte. Die komparatistische Metropolforschung und die Kulturtransferforschung im frühneuzeitlichen Ostseeraum ist ebenso Thema wie die Mediengeschichte des reformatorischen Erbes und die theologische Reformationstheorie.

Der Internationale Kongress "Reformatio Baltica. Kulturwirkungen der Reformation in den Metropolen des Ostseeraums", der vom 9. bis 13. September 2015 in Vilnius stattfand, widmete sich der Ostsee als Erinnerungsraum der Reformation, insbesondere als Raum herausragender Gedächtnisorte lutherischer Reformationen. Die über 60 Autorinnen und Autoren des Kongressbandes (darunter sechs Wissenschaftler der Universität Greifswald) vertreten die einschlägigen kulturhistorischen und theologischen Disziplinen angemessen und stammen aus sämtlichen Ostseeanrainerstaaten, aus Deutschland, Polen, Dänemark, Schweden, Finnland einschließlich der drei baltischen Republiken und Nordwestrusslands sowie aus Italien, Kanada und den USA.

Moderation: Dr. Christian Suhm


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