Ukrainisch-russische Verflechtungen. Persönliche Erfahrungen und historische Reflexionen

Öffentlicher Abendvortrag
Foto: Deutsche Welle, Kasniewski

Im Vortrag nähert sich Andreas Kappeler dem Thema aus zwei Richtungen an. Zum einen geht es um seine persönlichen Erfahrungen mit Russland und der Ukraine in den vergangenen 50 Jahren, seine wissenschaftliche Beschäftigung mit ihrer histoire croisée und seine Bemühungen, zwischen den HistorikerInnen beider Länder zu vermitteln, bis hin zu deren Scheitern in jüngster Zeit. Zum anderen  wird er einen knappen Überblick über die Geschichte der russisch-ukrainischen Beziehungen, die als Wechsel von Verflechtung und Entflechtung interpretiert werden können, geben. Sie sind seit dem 19. Jahrhundert von Asymmetrie geprägt, der fehlenden Bereitschaft Russlands und der meisten Russen, die ukrainische Nation, den ukrainischen Staat und die ukrainische Kultur als eigenständig und gleichberechtigt anzuerkennen.

Andreas Kappeler war von 1982 bis 1998 Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Köln und von 1998 bis 2011 an der Universität Wien. Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen zur Geschichte Russlands und der Ukraine, u. a. Russland als Vielvölkerreich. Entstehung, Geschichte, Zerfall. 4. Aufl. (2008), Kleine Geschichte der Ukraine. 4. Aufl. (2014), Russland und die Ukraine. Verflochtene Biographien und Geschichten. (2012), Ungleiche Brüder. Russen und Ukrainer vom Mittelalter bis zur Gegenwart (2017).

Moderation: Juniorprofessor Dr. Roman Dubasevych

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