Was Eiweiße über Krebsmedikamente verraten

Eiweiße, oder Proteine, steuern praktisch alle Vorgänge in lebenden Systemen. Fehlsteuerungen in Proteinen sind die Ursache für die meisten Erkrankungen und, folgerichtig wirken die meisten Medikamente auf Proteine. Gleichzeitig sind die wenigsten Medikamente für nur ein Protein spezifisch, was zu ungewollten, aber auch potentiell nützlichen Nebenwirkungen führen kann. Die Forschungsgruppe von Bernhard Küster an der TU München hat es sich zur Aufgabe gemacht, die verschiedenen Wirkungsweisen von Kinaseinhibitoren, einer speziellen Klasse von Krebsmedikamenten, systematisch zu erforschen. Dazu setzen die Forscher Methoden aus der Biologie, Chemie, Bioanalytik und Informatik ein.

Bernhard Küster hat Chemie an der Universität zu Köln studiert und wurde an der University of Oxford im Fach Biochemie promoviert. Seine Postdoc-Zeit hat er am European Molecular Biology Laboratory in Heidelberg und an der University of Southern Denmark in Odense verbracht. Danach war er sieben Jahre in der Biotech Firma Cellzome in Heidelberg tätig, bevor er 2007 auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für Proteomik an der Technischen Universität München berufen wurde. Bernhard Küster hat über 200 Fachaufsätze publiziert und ist für seine wissenschaftlichen Leistungen mehrfach ausgezeichnet worden.

Moderation: Professor Dr. Uwe Völker

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