Wie können wir mit Bildgebung die funktionelle Erholung nach Hirnschädigung vorhersagen und ihre Mechanismen verstehen?

Foto: Gabriele Stautner

Eine gute Therapieplanung ist wesentlich, um eine optimale Therapie für Patient*innen nach Schädigung des zentralen Nervensystems zu erreichen. Zudem erwarten aber auch die Kostenträger frühzeitige Prognosen über Therapieaufwand und Therapieerfolg. Für die ärztliche Einschätzung spielt die Bildgebung der geschädigten Gehirnareale, die Schädigung der Konnektivität der Bewegungssteuerung und der weiterleitenden Nerven eine essentielle Rolle in dieser Vorhersage. Zudem ist es wichtig, mögliche ungeschädigte Gehirnareale, die neu erlernte Funktion übernehmen können, zu identifizieren. In Zusammenhang mit klinischer Testung und neurophysiologischen Messwerten (wie der Weiterleitung von über dem Gehirn ausgelösten Signalen bis zu einem Zielmuskel) vermag die Bildgebung heutzutage über Algorithmen jedoch nicht nur die Prognose genauer einzuschätzen. Vielmehr kann uns auch das Verständnis von Neubahnung von Funktion ermöglichen, gezielt therapeutisch einzugreifen. Zuletzt ist es möglich, Therapieentscheidungen zu objektivieren und Therapiestudien qualitativ zu verbessern. Dieser Vortrag zeigt einige dieser neuen Ansätze in der Neurorehabilitation auf und vermittelt diese anschaulich mit Einsichten in die Funktion des gesunden und geschädigten Gehirns.

Martin Lotze ist Neurologe und Neurowissenschaftler an der Universität Greifswald. Er studierte Biologie und Medizin in Berlin und München. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen: klinische Neurowissenschaften, kognitive Neurowissenschaften, allgemeine Neurowissenschaften, Systemneurobiologie und Verhaltensneurobiologie.

Moderation: Professor Dr. Thomas Platz

Zugang zur Digital Lecture
Das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg bietet diese Veranstaltung live als digitalen Vortrag an. Der Zugang zu den Vorträgen wird über die Software Zoom bereitgestellt. Der Direktlink wird 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn hier zu finden sein und kann von den Teilnehmenden getestet werden. Die Handreichung zur Digital Lecture gibt Hilfestellungen im Umgang mit der App Zoom.

Aufzeichnung der Digital Lecture
Diese Digital Lecture wird aufgezeichnet werden, um sie für die Mediathek des Kollegs zu nutzen. In der Aufzeichnung wird nur der Vortragende, dessen Präsentation sowie der Moderator/die Moderatorin zu hören bzw. zu sehen sein. Chatbeiträge sowie Fragen und Antworten werden nicht aufgezeichnet. Ein „REC“-Zeichen am rechten oberen Bildrand informiert die Teilnehmenden über die aktuelle Aufzeichnung.

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  • Alfried Krupp Wissenschaftskolleg
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