Wolfgang Jacobi als Lehrer

Wolfgang Jacobis Werke werden gerade wiederentdeckt, weil seine innovative Klangwelt berührt und bisher nicht einer breiten Öffentlichkeit zugänglich war. Kritiker haben seinen charakteristischen Stil als »Italianità« bezeichnet, da er oft von italienischer Renaissance-Musik inspiriert ist. Seine Komponistenkarriere ist ein eindrucksvolles Beispiel von Resilienz und Geradlinigkeit, bei der er enorme Widrigkeiten (die Folgen des Ersten und Zweiten Weltkriegs, Berufsverbot und Bedrohung durch das NS-Regime) überwinden musste. Seine konstruktiven Beiträge zum Wiederaufbau des Musiklebens und der Musikpädagogik in Deutschland nach 1945 sind bedeutsam. Der Nachlass Jacobis (etwa 200 Kompositionen, theoretische Werke und unzählige Briefe) ist daher in vielerlei Hinsicht ein noch zu hebender Schatz für die Musikwelt.

Andreas Ullrich, Enkel des Komponisten Wolfgang Jacobi, ist Facharzt für Innere Medizin und Gesundheitswissenschaftler. Er hat über fast zwei Jahrzehnte bei der Weltgesundheitsorganisation in Genf Konzepte der globalen Gesundheitspolitik und internationale Partnerschaften entwickelt. Sein profundes Verständnis für Musik hat ihm sein Großvater vermittelt sowie ein Musikstudium an der Hochschule für Musik Würzburg. Sein Engagement für die Wiederentdeckung Wolfgang Jacobis begründet sich in seiner Überzeugung, dass dessen Musik einen festen Stellenwert im aktuellen Musikleben erlangen wird.

Moderation: Professor Dr. Birger Petersen

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Veranstaltungsort

  • Alfried Krupp Wissenschaftskolleg
    Martin-Luther-Straße 14
    17489 Greifswald

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