AUSFALL: Alte Bücher erzählen neue Geschichte: Ergebnisse der wissenschaftlichen Erschließung mittelalterlicher Handschriften der Hansestadt Stralsund

Öffentliche Veranstaltung mit Livestream
Foto: UB Leipzig

Das Stralsunder Stadtarchiv beherbergt nicht nur einen reichen Urkundenbestand, der weit ins Mittelalter zurückreicht, sondern auch eine bedeutende Sammlung handgeschriebener mittelalterlicher Bücher. Diese Buchhandschriften waren bislang großteils unbekannt und kaum genauer erforscht. Ein Projekt am Handschriftenzentrum der Leipziger Universitätsbibliothek hat die Stralsunder Handschriftenschätze in den letzten Jahren wissenschaftlich aufgearbeitet und dabei zahlreiche Funde gemacht: Sie erzählen Neues von der mittelalterlichen Geschichte Stralsunds, vom Austausch mit anderen Zentren, von Bildungsreisen, reichen Sammlern und dem Zufall der Überlieferung.

Christoph Mackert studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Lateinische Philologie des Mittelalters in Freiburg im Breisgau und Hamburg, war in den 1990er Jahren Dozent an der Universität Freiburg und arbeitet seit 1998 als Handschriftenexperte in Bibliotheken. Seit dem Jahr 2000 hat er mit dem Handschriftenzentrum der UB Leipzig eines von sechs deutschen Kompetenzzentren für die handgeschriebenen Bücher aus Mittelalter und Neuzeit aufgebaut, das bislang ca. 40 Drittmittelprojekte zur Erschließung und Digitalisierung von Handschriftenbeständen durchgeführt hat.

Moderation: Dr. Christine Magin

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Alle Veranstaltungen auf einen Blick

Welche Wege geht die Regionalforschung? Starre Modelle von Zentrum und Peripherie gehören der Vergangenheit an. Unter dem immer größer werdenden Einfluss globaler Forschungsperspektiven gilt es, Regionen in ihren eigenen Qualitäten und Dynamiken zu beschreiben und in lokalen und globalen Verflechtungen zu kontextualisieren. Dadurch wird die Regionalforschung immer anschlussfähiger für überregionale und auch international vergleichende Forschung, die sich – insbesondere in der Mediävistik – von heutigen politischen Zusammenhängen löst. Vor diesem Hintergrund fragt die Vortragsreihe des Greifswalder Mittelalterzentrums nach neuen methodischen und inhaltlichen Perspektiven der Regionalforschung im Nordosten Deutschlands. In sechs Vorträgen aus verschiedenen mediävistischen Disziplinen und aus der musealen Praxis werden methodische Überlegungen sowie konkrete Fallstudien kombiniert. 

THEMEN UND TERMINE im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald und im Hörsaal 1 der Universität Greifswald:

Montag, 24. Oktober 2022 · 18.15 Uhr
» Der Naugarder Abendmahlskelch im Pommerschen Landesmuseum. Fallstudie für das Konzept eines Regionalmuseums im europäischen Kontext
Dr. Ruth Slenczka (Pommersches Landesmuseum Greifswald)
Veranstaltungsort: Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald, Martin-Luther-Straße 14 

Montag, 7. November 2022 · 18.15 Uhr
» Lokale Interessen, universale Argumente. Wie und warum Ketzer gemacht wurden
Privatdozentin Dr. Ingrid Würth (Universität Leipzig)
Veranstaltungsort: Hörsaal 1 / Audimax, Rubenowstraße 1

Montag, 21. November 2022 · 18.15 Uhr
» Städtische Elitekultur im spätmittelalterlichen südwestlichen Ostseeraum – soziale Dynamiken und materielle Kultur in raumübergreifender Perspektive
Dr. Luisa Radohs (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)
Veranstaltungsort: Hörsaal 1 / Audimax, Rubenowstraße 1

Montag, 5. Dezember 2022 · 18.15 Uhr
» Klosterforschung goes Pommern! Das Pommersche Klosterbuch als ein regionalhistorisches Vorhaben von europäischer Relevanz
Professor Dr. Oliver Auge und Robert Harlaß M. A. (Christian-Albrechts-Universität Kiel)
Veranstaltungsort: Hörsaal 1 / Audimax, Rubenowstraße 1

Montag, 9. Januar 2023 · 18.15 Uhr
» Quo vadis Kunstgeografie? Überlegungen zum Potenzial einer kunsthistorischen Methode am Beispiel Nordosteuropas
Juniorprofessorin Dr. Julia Trinkert (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
Veranstaltungsort: Hörsaal 1 / Audimax, Rubenowstraße 1

Montag, 23. Januar 2023 · 18.15 Uhr
» Alte Bücher erzählen neue Geschichte: Ergebnisse der wissenschaftlichen Erschließung mittelalterlicher Handschriften der Hansestadt Stralsund
Dr. Christoph Mackert (Universitätsbibliothek Leipzig)
Veranstaltungsort: Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald, Martin-Luther-Straße 14 

 

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Zugang zum virtuellen Hörsaal des Kollegs

Organisatorische Hinweise 
Das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg bietet den Vortrag auch live als Zoom-Meeting an, in dem sich Zuschauende über den Chat schriftlich beteiligen können.

  • Wir freuen uns, wenn Sie bei der Einwahl in Zoom Ihren Klarnamen angeben. Selbstverständlich können Sie an der Veranstaltung auch unter einem Pseudonym teilnehmen.
  • Eine Liste aller Teilnehmenden ist für alle Beteiligten während der gesamten Veranstaltung einsehbar.
  • Während des Vortrages sind die Mikrofone der Zuschauenden alle automatisch stumm geschaltet, um keine störenden Hintergrundgeräusche zu erzeugen. Die Kamera der Zuschauenden kann gern von Ihnen während des Vortrages angeschaltet werden.
  • Während der gesamten Veranstaltung können Wortmeldungen bzw. Fragen schriftlich im Chat gestellt werden.

Aufzeichnung 
Diese Veranstaltung wird aufgezeichnet, um sie für die Mediathek des Kollegs zu nutzen. In der Aufzeichnung wird nur der/die Vortragende, die Präsentation sowie der Moderator/die Moderatorin zu hören bzw. zu sehen sein. Video-, Audio oder Chatbeiträge werden nicht aufgezeichnet. Ein „REC“-Zeichen am Bildrand informiert die Teilnehmenden.

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