Montag, 26. Juni 2017 18:00 Uhr 19:30 Uhr
Öffentlicher Abendvortrag

Mitteilungen aus der Tiefe - Wie und warum analysieren wir Vulkangase?

Öffentlicher Abendvortrag von Professor Dr. Ulrich Platt (Universität Heidelberg) im Rahmen der Vortragsreihe "Vulkanismus - Ursachen, Prozesse, Folgen"

Vulkanausbrüche zählen zu den spektakulärsten Naturphänomenen, bergen allerdings auch eine erhebliche Gefahr für Mensch und Umwelt. Früher versuchte man, erzürnte Gottheiten mit Opfergaben zu besänftigen, heute erlauben moderne Fernerkundungsmethoden, die Zusammensetzung der Vulkangase im sicheren Abstand zum Krater zu messen. Mithilfe von abbildenden Verfahren kann inzwischen die Gasverteilung innerhalb der Fahne sowie ihre Änderung entlang der Fahne bestimmt werden. Diese Daten ermöglichen es, Rückschlüsse auf den inneren Zustand eines Vulkans zu ziehen und sogar Ausbrüche vorherzusagen.

Dienstag, 27. Juni 2017 18:00 Uhr 19:30 Uhr
Fellow Lecture, Öffentlicher Abendvortrag

Was ist eine Indikation? Überlegungen zu einem zentralen Begriff der Medizin

Alfried Krupp Fellow Lecture von Professor Dr. Dr. Urban Wiesing (Fellow des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs)

Die „Indikation“ gehört zu den selbstverständlichen, alltäglichen Elementen der ärztlichen Tätigkeit. Erstaunlicherweise wird in der Literatur darunter jedoch ganz Unterschiedliches verstanden. Der Vortrag will eine systematische Analyse der Wortgruppe „Indikation“ und eine tragfähige Definition vorstellen. Die Medizin weitet ihr Feld zunehmend auf Bereiche aus, in denen man nicht von einer medizinischen Indikation sprechen kann, z.B. die ästhetische Chirurgie. Gilt auch hier eine Pflicht zu einer eventuell abgewandelten Indikation? An der Indikation seien Fragen zur zukünftigen Entwicklung der Medizin erörtert.

Mittwoch, 28. Juni 2017 18:00 Uhr 19:30 Uhr
Fellow Lecture, Öffentlicher Abendvortrag

Die Rolle kritischer Lebensereignisse für die Entwicklung psychischer Störungen

Alfried Krupp Fellow Lecture von Dr. Eva Asselmann (Fellow des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs)

Kritische Lebensereignisse wie z.B. traumatische Erfahrungen sind mit einem erhöhten Risiko verbunden, an verschiedenen psychischen Störungen zu erkranken. Ob und welche psychische Störungen im Anschluss an derartige Erfahrungen entstehen, hängt jedoch von einer Vielzahl weiterer umweltbezogener, familiärer und individueller Faktoren ab. Der Vortrag liefert einen Überblick über wesentliche entwicklungs- und verlaufsbezogene Merkmale v.a. von Angst- und depressiven Störungen und beleuchtet die Rolle von kritischen Lebensereignissen für ihre Entstehung. Dabei wird insbesondere das Zusammenspiel mit weiteren Risikofaktoren - etwa dem Vorhandensein elterlicher Psychopathologie sowie spezifischen Temperamentseigenschaften - thematisiert.

Donnerstag, 29. Juni 2017 18:00 Uhr 19:30 Uhr
Öffentlicher Abendvortrag

Revolutionen im Islam

Öffentlicher Abendvortrag von Professor Dr. Dr. Rauf Ceylan im Rahmen der Vortragsreihe "Revolution" des Jungen Kollegs Greifswald

Die Idee einer religiös motivierten Revolution wird gegenwärtig von unterschiedlichen muslimischen Bewegungen, u. a. von den Salafisten, aktiv angestrebt. Dabei berufen sich diese Gruppierungen auf die islamische Historie, wenn sie die radikale Umwälzung von Gesellschaften postulieren. Vor diesem Hintergrund soll in dem Vortrag diese Idee aus der islamischen Geschichte heraus beleuchtet und insbesondere der Bezug zu den gegenwärtigen salafistischen Gruppierungen in Deutschland hergestellt werden.

Freitag, 30. Juni 2017 13:00 Uhr 20:00 Uhr
Workshop

Schreibweisen der Gegenwart: Lesen / Schreiben

Workshop unter wissenschaftlicher Leitung von Professor Dr. Eckhard Schumacher und Elias Kreuzmair M. A. (beide Greifswald)

Die Möglichkeiten der Digital Humanities haben die alte Frage nach dem Lesen als Kulturtechnik neu aufgeworfen. Verfahren computergestützter Lektüre versprechen einen anderen Blick auf Texte und provozieren grundlegende Reflexionen auf das Verhältnis von Lesen und Schreiben. Vor diesem Hintergrund wird sich der Workshop einerseits neuen digitalen Praktiken der Lektüre bzw. der Analyse von Texten widmen. Andererseits sollen Texte untersucht werden, die Lektürevorgänge inszenieren, soll die Aufmerksamkeit auf das gelenkt werden, was als „Leseszene“ begriffen werden kann.

Freitag, 30. Juni 2017 18:30 Uhr 20:00 Uhr
Öffentlicher Abendvortrag, Vortrags- und Konzertreihe

Concerto Recitativo "I have a Dream" Martin Luther King jr

Das Junge Kolleg läd ein zu einer musikwissenschaftlichen Dokumentation von Annette Kristina Banse & Hans Christian Schmidt-Banse. Das Vermittlungskonzept des Konzerttyps Concerto Recitativo wurde über lange Jahre hinweg entwickelt und vielfach erprobt.

Freitag, 30. Juni 2017 18:30 Uhr 20:00 Uhr
Öffentliche Lesung, Interdisziplinäre Fachtagung

Realitätsgewitter

Öffentliche Lesung im Rahmen des Workshops "Schreibweisen der Gegenwart: Lesen / Schreiben"

Marlas Leben ist ein einziges Realitätsgewitter. Wenig Sex, viel iPhone. Viel Bewegung, wenig Sicherheit. Sehr globalisiert, aber immer noch ganz schön deutsch. Marla funktioniert perfekt. Sie hat immer die richtige Maske auf. Doch plötzlich bekommt ihr hochglänzender Panzer kleine Brüche. Plötzlich ist da eine schwere Traurigkeit, die langsam von ihrem Bauch nach oben spült. Um nicht zu ertrinken, macht sie sich auf den Weg zurück in ihr Heimatdorf. Und landet schließlich auf Sylt. Eine Reise ins Erwachsenwerden und zu sich selbst. „‘In der Nordsee ist nichts gefährlich!‘, sagt er. Und rennt Richtung Strandkörbe. Ich ziehe mich ganz aus und gehe vorsichtig ins Wasser. Die Wellen werfen mich fast um.“

Samstag, 1. Juli 2017 09:00 Uhr 16:15 Uhr
Zu Gast im Kolleg

Zu Gast im Kolleg: Ostsee-Herztag 2017

Ostsee-Herztag zu Prävention, Diagnostik und Therapie der koronaren Herzkrankheit

Montag, 3. Juli 2017 18:00 Uhr 19:30 Uhr
Öffentlicher Abendvortrag

Glykolyse am Siedepunkt

Öffentlicher Abendvortrag von Professor Dr. Peter Schönheit (Universität zu Kiel) im Rahmen der Vortragsreihe „Molekulare Grundlagen des Lebens" im Studienjahr 2017/18

Dienstag, 4. Juli 2017 Mittwoch, 5. Juli 2017
Interdisziplinäre Fachtagung

Die Emotionen des Antisemitismus

Interdisziplinäre Fachtagung unter wissenschaftlicher Leitung von Privatdozent Dr. Jan Süselbeck (Greifswald)

Seit über 2000 Jahren haben die Menschen das Judentum als Projektionsfläche ihres Hasses missbraucht. Anhand ihrer manichäischen Weltbilder identifizierten sie ‚die Juden‘ dabei stets mit ‚dem Bösen‘. Doch welche Rolle spielten dabei die konkreten Vermittlungformen des Antisemitismus? Welcher Emotionalisierungsstrategien bedienten sich Autoren, die ihre Adressaten zum Judenhass anstacheln wollten? Kann man diese Intention überhaupt sicher nachweisen, und wenn ja, wie? Die philologische Untersuchung des literarischen Antisemitismus ist seit den 1980er Jahren kaum in Gang gekommen. Noch erstaunlicher als diese Forschungslücke mutet es jedoch an, dass die offensichtliche Bedeutung von Gefühlen wie Angst, Ärger, Empörung, Wut oder Hass für die Rezeption und die Wirkung der Produkte judenfeindlicher Affektpoetiken in der Literaturwissenschaft bislang keine nennenswerte Beachtung gefunden hat.