Pflegefachpersonen sind aufgrund dessen, dass Pflege ein Beziehungsberuf ist und professionelles Handeln in Interaktion erfolgt, vielfach erste Ansprechpersonen für Todeswünsche und Anfragen nach Suizidassistenz. Derartige Situationen sind ethisch hochkomplex und moralisch herausfordernd, auch aufgrund dessen, dass die professionsethischen Rahmungen und der professionelle Auftrag hier keine eindeutige Antwort aufzeigen. Exemplarische ethische Spannungsfelder werden herausgearbeitet. Ebenso werden die potenziellen Konsequenzen für die Pflegefachpersonen sowie die damit einhergehenden professionsethischen Anforderungen an ein ethisch begründetes professionelles Handeln entfaltet.
Annette Riedel ist gelernte Altenpflegerin und Diplom-Gerontologin. An der Universität Freiburg erlangte sie den Master in Palliative Care. Sie promovierte an der Universität Heidelberg zur Pflegeausbildung und verfasste ihre Habilitation an der Universität Osnabrück zu einem pflegespezifischen Palliative-Care-Thema. Seit 2008 ist sie Professorin an der Hochschule Esslingen mit den Lehrschwerpunkten Pflegewissenschaft und Ethik. Seit 2020 ist sie Mitglied im Deutschen Ethikrat. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Palliative Care, der Pflegeethik und der hospizlichen Versorgung.
Moderation: Dr. Anna-Henrikje Seidlein
Pflege im Kontext von Todeswünschen und Suizidassistenz: Moralische Herausforderungen und professionsethische Anforderungen
Event language: German, Focus: HEALTH & LIFE
