Wer sind wir? Woher kommen wir? Antworten auf diese Fragen liefert das kulturelle Erbe der Menschheit. Im Akademienprogramm, dem größten Langzeit-Forschungsprogramm Deutschlands für geistes- und sozialwissenschaftliche Grundlagenforschung, widmen sich Forschende über einen Zeitraum von 12 bis 25 Jahren besonderen Texten, Sprachen und anderen überlieferten Quellen und machen sie auch digital zugänglich. Damit sichern diese Projekte Wissen, das verloren geht. Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg führt derzeit acht Langzeitforschungsprojekte in Kooperation mit der Universität Hamburg und der Hochschule für Musik und Theater München durch. Ihre Themen reichen von antiken Handschriften bis hin zu aktuellen Fragestellungen. Was sie verbindet: Sie schaffen Grundlagen für weitere geisteswissenschaftliche Forschungen national wie international und liefern Erkenntnisse für Gegenwart und Zukunft. Auch das jüngste Langzeitforschungsprojekt „Mittelniederdeutsche Grammatik“ ist jetzt in der Ausstellung vertreten.
Die Ausstellung bietet einen niedrigschwelligen Zugang für alle Besucherinnen und Besucher: Großformatige Ausstellungstafeln, Bilder und Ausstellungsobjekte verbinden sich mit Hörstationen und Mitmach-Angeboten zu einem informativ-sinnlichen Einstieg in die Langzeitforschung der Akademie. Die Ausstellung ist in Deutsche Gebärdensprache (DGS) übersetzt und ist damit für taube Menschen zugänglich. Es ist die erste Ausstellung zur geisteswissenschaftlichen Langzeitforschung in Norddeutschland. Mecklenburg-Vorpommern gehört zum norddeutschen Einzugsbereich der Akademie der Wissenschaften in Hamburg. Auch daher ist das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald ein idealer Ausstellungsort.
Prof. Dr. Mojib Latif, Präsident der Akademie der Wissenschaften in Hamburg: „Neue Wege in der Wissenschaftskommunikation zu gehen liegt mir als Akademiepräsident sehr am Herzen. Grundlagenforschung verständlich zu erklären ist nicht einfach. Mit dieser Ausstellung eröffnen wir einen direkten Zugang zu den Langzeitforschungsprojekten der Akademie, die geisteswissenschaftliche Grundlagenforschung zum kulturellen Erbe der Menschheit leisten. Um einen niedrigschwelligen Zugang zu den Themen der Projekte zu ermöglichen, sorgen an den einzelnen Projekt-Stationen die lebensgroßen Bilder von Menschen und Figuren, kombiniert mit Audio-Spuren, für einen beispielhaften und damit leicht verständlichen Zugang zum Projekt-Thema. Ich hoffe, dass die Begegnung mit der Langzeitforschung der Akademie auch dabei hilft, Gegenwartsthemen wie Identitätsbildung, kulturelle Vielfalt und gesellschaftlichen Wandel besser zu verstehen.“
Entstanden ist die Ausstellung anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Akademie im Jahr 2025. Zu sehen war sie bereits vom 16. Oktober bis zum 15. Dezember 2025 in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky und in diesem Jahr vom 12. März bis zum 20. Juni 2026 im Haus der Wissenschaft Bremen.
Ausstellung „Notwendig, nützlich, neu – Langzeitforschung in Hamburg“ vom 2. November 2026 bis zum 29. Januar 2027 im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald
Öffnungszeiten: Die Ausstellung ist geöffnet im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen des Kollegs sowie dienstags und mittwochs von 14 bis 18 Uhr. Darüber hinaus sind individuelle Besuchstermine nach Vereinbarung möglich.
Kontakt: Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald
Telefon: +49 3834 420-5001 | E-Mail: infowiko-greifswaldde
Der Eintritt ist frei.
Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald statt und wird finanziert von der Freien und Hansestadt Hamburg.
Die Ausstellung wird am Montag, 2. November 2026, um 18:00 Uhr eröffnet.
Informationen zum Termin:
Montag, 2. November 2026, 18:00 bis 20:00 Uhr
Hörsaal im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald,
Martin-Luther-Straße 14, 17489 Greifwald
Eröffnung:
• Prof. Dr. Mojib Latif, Präsident der Akademie der Wissenschaften in Hamburg
• Prof. Dr. Thomas Klinger, wissenschaftlicher Direktor vom Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald
„Notwendig, nützlich, neu – wie das Akademienprogramm unser kulturelles Erbe sichert“
Eröffnungsvortrag: Prof. Dr. Mojib Latif
Übersicht über die Langzeitforschungsprojekte der Akademie der Wissenschaften in Hamburg
➤ https://www.awhamburg.de/forschung/langzeitvorhaben.html
Landingpage der Ausstellung
➤ https://www.awhamburg.de/magazin/ausstellung-zur-langzeitforschung-in-hamburg.html
Vorträge im Begleitprogramm zur Ausstellung
Montag, 18. Januar 2027, um 18:00 Uhr
„‘Das Wort der Wahrheit ist einfach‘ – oder zusammengesetzt: Mittelalterliche Etymologie als Wissensvermittlung und Weltdeutung“
Vortrag: Dr. Eva Wöckener-Gade, Wissenschaftliche Mitarbeiterin vom Langzeitvorhaben „Etymologika“, Universität Hamburg
Dienstag, 26. Januar 2027, um 18:00 Uhr
„Sprache der Hanse und mehr. Einblicke in die vielfältige Sprach- und Textkultur des Mittelniederdeutschen“
Vortrag: Prof. Dr. Sarah Ihden, Projektleiterin vom Langzeitvorhaben „Mittelniederdeutsche Grammatik“, Universität Rostock
Freitag, 29. Januar 2027, um 18:00 Uhr
„Aus den Tiefen Sibiriens ins digitale Korpus: ein Manuskript geht auf Reise“
Vortrag: Prof. Dr. Beáta Wagner-Nagy, Projektleiterin vom Langzeitvorhaben „INEL“, Universität Hamburg
Eintritt frei.
Hörsaal im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald,
Martin-Luther-Straße 14, 17489 Greifwald
