Wie sah die gelebte katholische Frömmigkeitspraxis in der Barockzeit aus? Medaillen, Kreuze und andere metallene Anhänger geben uns Hinweise. Wohin ging die Pilgerfahrt? Welchen Heiligen vertraute man? Welcher Bruderschaft schloss man sich an? Womit und wie suchte man Schutz für Haus und Hof? Welches Kreuz war besonders wirkmächtig? Es zeigt sich, dass der Einsatz archäologischer Methoden uns bei diesen Themen entscheidend voranbringt und spannende Erkenntnisse zur Differenzierung der Frömmigkeitspraxis nach Region, Alter, Stand und Geschlecht liefert.
Stefan Fassbinder ist aufgewachsen in Algerien und Schwaben. Er schloss das Studium der Archäologie, Kirchen- und Kunstgeschichte in Freiburg im Breisgau und Aix-en-Provence 1997 mit einer archäologischen Promotion zur frühneuzeitlichen Frömmigkeitsgeschichte ab. Nach der Mitarbeit an einer Ausstellung zu Karl dem Großen in Paderborn leitete er ab 1999 die historische Abteilung des neugeründeten Pommerschen Landesmuseums in Greifswald. 2015 wurde er zum Oberbürgermeister Greifswalds gewählt.
Moderation: Professorin Dr. Tina Terrahe
Andacht, Mission und Magie. Metallene Manifestationen frühneuzeitlicher Frömmigkeitspraxis
Fokus: GESELLSCHAFT, Veranstaltungssprache: Deutsch
