Hannah Arendt war eine der schillerndsten intellektuellen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. In Deutschland, dem Land, das sie nach ihrer Inhaftierung im Jahr 1933 verlassen hatte, hat sie den Status eines Popstars. In Israel dagegen war sie bis ins 21. Jahrhundert hinein eine persona non grata. In meinem Vortrag werde ich versuchen, diese sehr unterschiedlichen Interpretationen historisch einzuordnen. In meinem Vortrag plädiere ich dafür, Arendts Leben und Werk in transnationaler Perspektive historisieren. Dabei werde ich vor allem die Kontexte von Zionismus, Kolonialismus und Stalinismus beleuchten.
Moderation: Professorin Dr. Annelie Ramsbrock