Dr. Karin Krauthausen

Alfried Krupp Junior Fellow
(April 2020 – September 2020) 

  • Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, der Italienischen Philologie und der Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilian-Universität München, der Università degli Studi di Firenze und der Freien Universität Berlin
  • Koordinatorin des PhD-Net Das Wissen der Literatur (Humboldt-Universität zu Berlin), Co-Leitung des Forschungsschwerpunkts Active Matter im Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung (Humboldt-Universität zu Berlin); seit 2019: Co-Leitung des Projekts Weaving im Exzellenzcluster Matters of Activity (Humboldt-Universität zu Berlin). 
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Exzellenzcluster Matters of Activity der Humboldt-Universität zu Berlin

Fellow-Projekt: „Bedingte Wirklichkeit. Strategien der Rede in der Prosaliteratur von Kathrin Röggla“

Das Projekt geht dem ›konjunktivischen Erzählen‹ im literarischen Werk von Kathrin Röggla und dem dafür wesentlichen Einsatz einer ambivalenten Figurenrede nach, d.h. der gezielten Unentschiedenheit zwischen direkter und indirekter Rede, erster und dritter Person, Wirklichkeitsbehauptung und Fiktionsmarkierung. Die grammatische Besonderheit und avancierte erzähltheoretische Bedeutung dieser Figurenrede erklärt sich in vollem Umfang erst, wenn man die strukturalistischen und formalistischen Neuverhandlung der Sprache und des Sprechens im 20. Jahrhundert, insbesondere bei Michail Bachtin, Vladimir Vološinov sowie Gilles Deleuze/Félix Guattari einbezieht. Rögglas Poetologie und der von ihr vertretene ›strategische Realismus‹ steht symptomatisch für einen ›strukturalen Realismus‹ in der Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts ein.