
Professorin Hope Harrison, Ph.D.
Senior-Fellow, Oktober 2025 bis Juli 2026
The George Washington University, Washington, D.C.
- Professorin für Geschichte und internationale Angelegenheiten an der George Washington University in Washington, DC, ausgezeichnet 2025 mit dem Bundesverdienstorden für ihre Arbeit über die Geschichte des geteilten Deutschlands und für ihr öffentliches Engagement für die deutsche Geschichte und die transatlantischen Beziehungen
- Autorin mehrerer international beachteter Werke zur Berliner Mauer, darunter Ulbrichts Mauer (auch auf Deutsch erschienen)
- Mitglied des Vorstands des Fördervereins Berliner Mauer bei der Gedenkstätte Berliner Mauer, des internationalen Beirats des Alliierten Museums in Berlin, des Beirats der Stiftung Point Alpha in Geisa sowie des Vorstands der Stiftung Deutsch-Amerikanische Wissenschaftsbeziehungen und der BlackBox Kalter Krieg: Ausstellung am Checkpoint Charlie
Fellow-Projekt: „Life and Death on East Germany’s Blue Border: The Wall at the Baltic Sea"
Im Vergleich zur Vielzahl von Studien über die Berliner Mauer ist die Ostseegrenze der DDR deutlich seltener Gegenstand der geschichtlichen Forschung. Mein Buchprojekt untersucht, wie Menschen diese Grenze geprägt haben und wie sie zugleich von der Liminalität dieses Raumes beeinflusst wurden. Im Mittelpunkt steht die Wechselwirkung zwischen Mensch und Ort. Ich befasse mich mit den Erfahrungen von Menschen, die an der sogenannten blauen Grenze der DDR beziehungsweise im küstennahen Grenzraum lebten, arbeiteten (etwa als Grenzsoldaten oder Angehörige der Volksmarine im maritimen Grenzbereich), dort Urlaub verbrachten, zu fliehen versuchten oder ums Leben kamen, sowie mit der Frage, wie sich Menschen heute an diese Zeit und diesen Raum erinnern.