newspectives

In der Ausstellung werden Ergebnisse aus der Kooperation zwischen der Mikrobiologin Dr. Marie-Katherin Zühlke und den Künstlerinnen Astrid Brünner und Susanne Gabler präsentiert. Mit diesem Vorhaben möchten die Akteurinnen für die aktuelle Situation der Meeresgewässer sensibilisieren und Impulse für einen bewussteren Umgang damit setzen. Die künstlerisch wissenschaftliche Forschung bezieht sich dabei unter anderem auf die Inhalte des DFG-geförderten Transregio-Projektes „Carbon sequestration at Å resolution - CONCENTRATE“ an der Universität Greifswald und der Universität Bremen.
Mit unterschiedlichen Medien nähern sich die Kooperationspartnerinnen dem Ausstellungsthema und verweisen in den Arbeiten auf die Komplexität von Umwandlungsprozessen in marinen Ökosystemen. Die Ausstellungsstücke entstanden in einem sich fortsetzendem Prozess des interdisziplinären Austauschs seit 2023. Darunter sind Werke aus den Bereichen Druck, Malerei, WordArt, Augmented Reality und Performance.

Veranstaltungen

Donnerstag, 16. April 2026 · 18.00 Uhr
Vernissage der Ausstellung mit Lecture Performance „unsweet candy – Molekulare Küche mit Algenzuckern“ von Astrid Brünner, Susanne Gabler und Dr. Marie-Katherin Zühlke
Wie werden Algenzucker abgebaut und auf welche Weise lassen sich diese Umwandlungsprozesse für uns Menschen nutzbar machen? In der Lecture Performance wird der wissenschaftliche Vortrag von Dr. Marie-Katherin Zühlke über die Nutzbarkeit von Algen von den beiden Künstlerinnen Astrid Brünner und Susanne Gabler performativ begleitet. Sowohl die Herstellungsprozesse von Algenprodukten als auch ihre Anwendungsgebiete werden auf verschiedenen Ebenen veranschaulicht. Während der Präsentation erlebt das Publikum unter anderem, wie aus Alginat Bubbles gefertigt und in einem farbenfrohen Cocktail zur Verkostung gereicht werden.
Begrüßung: Marcus Hoffmann
Einführende Worte: Dr. Tjorven Hinzke
Vortrag und Lecture Performance: Dr. Marie-Katherin Zühlke sowie Astrid Brünner und Susanne Gabler
Anschließend Gespräch 

Donnerstag, 30. April 2026 · 17.00 Uhr 
Führung der Künstlerinnen und Wissenschaftlerin durch die Ausstellung „newspectives“

Donnerstag, 19. Juni 2026 · 17.00 Uhr
Führung der Künstlerinnen und Wissenschaftlerin durch die Ausstellung „newspectives“

Donnerstag, 25. Juni 2026 · 18.00 Uhr
Finissage der Ausstellung mit Performance und Vortrag
„Bei Mascha Kaléko heißt es: ‚In meinen Träumen läutet es Sturm‘. In meinen schlagen die Wellen.“
Performance mit Astrid Brünner, Susanne Gabler und Dr. Marie-Katherin Zühlke

Die interdisziplinäre Performance vereint Tanz, Klang und Word Art. Dabei kommen unter anderem verschiedene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die im marinen Kontext forschen, in Audioaufnahmen zu Wort. In enger Zusammenarbeit entwickelten Dr. Marie-Katherin Zühlke, Astrid Brünner und Susanne Gabler ein Kunstwerk, das aus dem Ausstellungsprojekt hervorgehende Annäherungen und Schnittmengen zwischen den Bereichen Kunst und Wissenschaft repräsentiert. Die Akteurinnen thematisieren darüber hinaus ihre Verbundenheit mit sowie die Sorge um unsere Meeresgewässer, deren Gleichgewicht mittlerweile nachhaltig gestört ist.

Anschließend öffentlicher Abendvortrag
„Transformation and adaptation of seagrass through time, from the age of dinosaurs to the modern Baltic Sea“
Vortrag von Dr. Mia Bengtsson (Universität Greifswald, Institut für Mikrobiologie)

Seagrasses have an evolutionary history on land yet have adapted to a life in the ocean during a turbulent time on our planet. The extinction of the dinosaurs marked the beginning of a successful journey of seagrass into the oceans. However, the adaptation is still ongoing and modern challenges require seagrass to adapt in new ways. The Baltic Sea is a young and changing ecosystem that has been colonised by seagrass only during the last 8000 years. Eelgrass (Zostera marina) is a prominent habitat-forming seagrass in the Baltic Sea which has faced declines in the last half century due to anthropogenic pressures. Initial efforts to restore lost meadows have shown promising results, yet are time-consuming and small-scale. How can we help seagrass reestablish and adapt in the modern Baltic Sea? What can we as humans learn from the journey of seagrass about adapting to new environments in a sustainable way?

(Mia Bengtsson)

Dts. Übersetzung:

Seegras hat seine evolutionäre Geschichte an Land, hat sich jedoch in einer turbulenten Phase unseres Planeten an das Leben im Meer angepasst. Das Aussterben der Dinosaurier markierte den Beginn der erfolgreichen Ausbreitung des Seegrases in die Ozeane. Die Anpassung ist jedoch noch nicht abgeschlossen, und moderne Herausforderungen erfordern neue Anpassungsstrategien. Die Ostsee ist ein junges und sich veränderndes Ökosystem, das erst in den letzten 8000 Jahren von Seegras besiedelt wurde. Das Seegras (Zostera marina) ist eine wichtige habitatbildende Art in der Ostsee, deren Bestände in den letzten 50 Jahren aufgrund menschlicher Einflüsse zurückgegangen sind. Erste Bemühungen zur Wiederherstellung verlorener Seegraswiesen haben vielversprechende Ergebnisse gezeigt, sind jedoch zeitaufwändig und kleinräumig. Wie können wir Seegras dabei unterstützen, sich in der modernen Ostsee wieder anzusiedeln und anzupassen? Was können wir aus der Entwicklung des Seegrases lernen, um uns nachhaltig an neue Umgebungen anzupassen?

Moderation: Angela Hoppe
 

HANDREICHUNGEN ZU DEN AUSSTELLENDEN

Informationen zu den Ausstellenden

Astrid Brünner | Künstlerin
Als interdisziplinäre Künstlerin forscht Astrid Brünner zu Phänomenen wie Wahrnehmung, Resonanz und Kommunikation.

Susanne Gabler | Bildende Künstlerin
In der Unmittelbarkeit ihrer Word Art, Objektkunst und partizipativen Kunstaktionen bietet die Künstlerin Susanne Gabler Reflexionen auf die Thematiken unserer Zeit.

Dr. Marie-Katherin Zühlke | Mikrobiologin
Die Mikrobiologin Dr. Marie-Katherin Zühlke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Pharmazie der Universität Greifswald und Gastwissenschaftlerin an der Station Biologique de Roscoff.
 

Links / Veröffentlichungen

https://www.wiko-greifswald.de/programm/allgemeines/veranstaltungskalender/veranstaltung/n/newspectives-marine-oekosysteme-im-wandel-267386/
https://astridbruenner.de/newspectives-eroffnung/
https://susannegabler.de/

Förderer

Die Ausstellung wird gefördert von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Essen, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Bonn, der Universität Greifswald, dem Fonds des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Vorpommern und das östliche Mecklenburg sowie dem Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern.

Informationen zum Gastgeber

Das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung in der Trägerschaft der Stiftung Alfried Krupp Kolleg Greifswald.

Ansprechpartnerin

Susanne Gabler: 0162 60 233 91

Bildmaterial

„newspectives_Ausstellung Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald_ZühlkeBrünnerGabler_April2026_RGB“

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„2026-03-23_Faltblatt_newpectives“

 (Bildrechte Brünner Zühlke Gabler)