Im Vortrag treffen wir Feldforscher aus dem 19. Jahrhundert auf ihren Reisen nach Sibirien. Ihre Aufzeichnungen enthalten Manuskripte mit Sprachdaten aus längst vergangenen Zeiten. Außerdem erfahren wir auch etwas über die frühen Methoden und Arbeitsbedingungen der Forscher. Wir begleiten die Manuskripte weiter auf ihrem Weg in die digitale Welt, wo sie Erkenntnissen aus neueren Feldforschungen begegnen. Ausgewählte Beispiele veranschaulichen, wie ältere und neu erhobene Sprachdaten wissenschaftlich aufbereitet und in digitale Sprachkorpora überführt werden. Darüber hinaus entdecken wir, dass diese Materialien nicht nur wertvolle Erkenntnisse über sprachliche Strukturen liefern, sondern auch Einblicke in Lebensweisen, kulturelle Praktiken und Weltbilder der indigenen Gemeinschaften Sibiriens ermöglichen.
Moderation: Marcus Hoffmann, M. A.