Stechmücken zählen weltweit zu den bedeutendsten Überträgern von Krankheitserregern. Bedingt durch die Ausbreitung invasiver Arten über globalisierte Verkehrsnetze und veränderte Umweltbedingungen im Zuge des Klimawandels wird auch in Deutschland eine Zunahme von Infektionen erwartet, die durch Mückenstiche übertragen werden. Da sich die Larven aller Stechmückenarten aquatisch entwickeln, galt die Entwässerung von Feuchtgebieten wie Mooren in der Vergangenheit als wichtiger Baustein bei der Bekämpfung der Tiere und der damit verbundenen Infektionskrankheiten. Vor diesem Hintergrund ergibt sich die Frage, ob großflächige Moorwiedervernässungen nicht zwangsläufig zu einem erhöhten Infektionsrisiko in der betroffenen Region führen müssen. Warum solche Schlussfolgerungen häufig zu kurz greifen, warum "Mücke" nicht gleich "Mücke" ist und wie ein zeitgemäßer Blick auf Stechmücken in Mooren aussehen kann, soll Thema dieses Vortrags sein.
Moderation: Professor Dr. Gerald Jurasinski