Das Erschreiben des Messianischen bei Bruno Schulz als Kafka-Lektüre und -übersetzung

Öffentlicher Abendvortrag

Wie lässt sich das als messianisch einzustufende Schreiben, bzw. die das Messianische narrativ erschreibende Erzählweise von Bruno Schulz als eine Franz-Kafka-Lektüre analysieren und in der jüdischen Tradition lokalisieren? Man darf dieses Messianische weder mit dem allgemein Mythischen noch mit dem – ebenfalls scheinbar naheliegenden – spezifischen polnischen nationalen Messianismus verbinden. Beide haben ihre Version des Messianischen, Kafka und diverse jüdische Strömungen haben diese aber umso mehr. Letztere gilt es hier aufzuwerten und vor allem miteinander zu verbinden.
In letzter Zeit sind etliche Arbeiten – vor allem im englischsprachigen Raum – zur Verortung von Schulz in der jüdischen Tradition entstanden. Daran wird direkt angeknüpft.

Professor Dr. Holt Meyer ist Professor für Slawistische Literaturwissenschaft an der Universität Erfurt.

Moderation: Professor Dr. Alexander Wöll

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