Demokratische Erkenntnisse, Erkenntnisse für Demokratie? – Zum juristischen Umgang mit Wissen und Nicht-Wissen

Digital Lecture
Foto: Vincent Leifer

Im Recht wird nicht schlicht eine „vorgefundene“ Realität abgebildet, sondern eine spezifische, rechtlich anschlussfähige Wirklichkeit konstruiert. Diese Einsicht steht einer näheren Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Wirklichkeitsbeschreibungen nicht entgegen. Sie widerstreitet aber empiristischen Kurzschlüssen. Die Methoden und Maßstäbe, mit und nach denen rechtsintern Wissen erlangt und verwendet wird, variieren dabei stark. Besondere Probleme erzeugen Situationen unvermeidbarer Ungewissheit. Unter den Bedingungen von Big Data und Künstlicher Intelligenz werden indes selbst „sichere Unsicherheiten“ in Frage gestellt. Nicht nur beim Umgang mit Ungewissheit, sondern auch beim Umgang mit (neuer) Gewissheit stellen sich normative Herausforderungen.
 
Steffen Augsberg ist seit 2013 Professor für Öffentliches Recht an der Justus-Liebig-Universität Gießen und seit 2016 Mitglied des Deutschen Ethikrates. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Verfassungs- und Verwaltungsrecht, insbesondere Gesundheitsrecht, und der Rechtstheorie. Im akademischen Jahr 2019/20 war er Senior Fellow am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg mit dem Projekt „Gestaltungsgrenzen der Demokratie“.

Moderation: Dr. Michael Schöner

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Organisatorische Hinweise zur Digital Lecture
Das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg bietet diese Veranstaltung live als Zoom-Meeting an, in dem sich Zuschauende auch mit Videobeiträgen an der anschließenden Diskussion beteiligen können.

  • Wir freuen uns, wenn Sie bei der Einwahl in Zoom Ihren Klarnamen angeben. Selbstverständlich können Sie an der Veranstaltung auch unter einem Pseudonym teilnehmen.
  • Eine Liste aller Teilnehmenden ist für alle Beteiligten während der gesamten Veranstaltung einsehbar.
  • Während des Vortrages sind die Mikrofone der Zuschauenden alle automatisch stumm geschaltet, um keine störenden Hintergrundgeräusche zu erzeugen. Die Kamera der Zuschauenden kann gern von Ihnen während des Vortrages angeschaltet werden.
  • In der anschließenden Diskussion können Wortmeldungen bzw. Fragen über die Funktion „Hand heben“ angezeigt werden. Diese finden Sie – je nach Endgerät – unter dem Button „Teilnehmer“, „Mehr“ oder „Reaktionen“.
  • Sie können die Hand auch wieder senken, wenn Sie die Frage zurückziehen wollen. Der Moderator/die Moderatorin führt eine Redeliste und erteilt in der Reihenfolge der Meldungen das Wort.
  • Wenn Sie von dem Moderator/der Moderatorin aufgefordert werden, Ihre Frage bzw. Ihre Wortmeldung vorzubringen, werden Sie über die Benutzeroberfläche aufgefordert, Ihr Mikrofon anzuschalten. Gern können Sie dann, wenn noch nicht geschehen, auch Ihre Kamera anschalten. Insbesondere beim Vortragen von längeren Wortmeldungen ist dies gewünscht, damit die Vortragenden auch sehen können, wer die Frage stellt bzw. die Anmerkung macht.
  • Selbstverständlich haben Sie darüber hinaus auch die Möglichkeit, Ihre Fragen schriftlich im Chat zu stellen.

Aufzeichnung der Digital Lecture
Die Digital Lecture wird aufgezeichnet, um sie für die Mediathek des Kollegs zu nutzen. In der Aufzeichnung wird nur der/die Vortragende, dessen/deren Präsentation sowie der Moderator/die Moderatorin zu hören bzw. zu sehen sein. Video-, Audio oder Chatbeiträge werden nicht aufgezeichnet. Ein „REC“-Zeichen am oberen Bildrand informiert die Teilnehmenden über die aktuelle Aufzeichnung.

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Zugang zum virtuellen Hörsaal des Kollegs

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