Grenzen der Dissensdemokratie?

Digitale Veranstaltung

Radikaldemokratische Ansätze rücken den Dissens ins Zentrum ihres Demokratieverständnisses: Demokratien leben vom Widerspruch gegen hegemoniale Ordnungen, die sich durch Konsensannahmen gegen Kritik zu immunisieren drohen. Dissens ist dabei stets mit der Kritik an Exklusionsverhältnissen verbunden. Seit einigen Jahren erheben jedoch politische Bewegungen starke, oftmals nationalistische Ausschließungsforderungen, die auf die Semantiken des Dissenses und des Widerstands setzen. Muss die radikaldemokratische Forderung nach einer Dissensdemokratie überdacht werden, weil sie nicht demokratische Partizipation intensiviert, sondern einer für Demokratien gefährlichen Polarisierung Vorschub leistet?

Oliver Flügel-Martinsen lehrt Politische Theorie und Ideengeschichte an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld. Zu seinen jüngsten Buchveröffentlichungen zählen: Radikale Demokratietheorien zur Einführung, Hamburg: Junius 2020; Kritik der Gegenwart. Politische Theorie als kritische Zeitdiagnose, Bielefeld: Transcript 2021.

Franziska Martinsen ist promovierte Philosophin und habilitierte Politikwissenschaftlerin und lehrt als Gast- und Vertretungsprofessorin Politische Theorie, u. a. an der Universität Wien, der Universität Greifswald, der Universität Kiel, der Universität Bremen und derzeit an der Universität Duisburg-Essen. Ihre jüngste Veröffentlichung ist Radikale Demokratietheorie. Ein Handbuch. Berlin: Suhrkamp 2020 (2. Aufl., hrsg. zus. m. D. Comtesse, O. Flügel-Martinsen, M. Nonhoff).

Moderation: Milos Rodatos M. A.

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Zugang zum virtuellen Hörsaal des Kollegs

Organisatorische Hinweise zur Digital Lecture
Das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg bietet diese Veranstaltung live als Zoom-Meeting an, in dem sich Zuschauende auch mit Videobeiträgen an der anschließenden Diskussion beteiligen können.

  • Wir freuen uns, wenn Sie bei der Einwahl in Zoom Ihren Klarnamen angeben. Selbstverständlich können Sie an der Veranstaltung auch unter einem Pseudonym teilnehmen.
  • Eine Liste aller Teilnehmenden ist für alle Beteiligten während der gesamten Veranstaltung einsehbar.
  • Während des Vortrages sind die Mikrofone der Zuschauenden alle automatisch stumm geschaltet, um keine störenden Hintergrundgeräusche zu erzeugen. Die Kamera der Zuschauenden kann gern von Ihnen während des Vortrages angeschaltet werden.
  • In der anschließenden Diskussion können Wortmeldungen bzw. Fragen über die Funktion „Hand heben“ angezeigt werden. Diese finden Sie – je nach Endgerät – unter dem Button „Teilnehmer“, „Mehr“ oder „Reaktionen“.
  • Sie können die Hand auch wieder senken, wenn Sie die Frage zurückziehen wollen. Der Moderator/die Moderatorin führt eine Redeliste und erteilt in der Reihenfolge der Meldungen das Wort.
  • Wenn Sie von dem Moderator/der Moderatorin aufgefordert werden, Ihre Frage bzw. Ihre Wortmeldung vorzubringen, werden Sie über die Benutzeroberfläche aufgefordert, Ihr Mikrofon anzuschalten. Gern können Sie dann, wenn noch nicht geschehen, auch Ihre Kamera anschalten. Insbesondere beim Vortragen von längeren Wortmeldungen ist dies gewünscht, damit die Vortragenden auch sehen können, wer die Frage stellt bzw. die Anmerkung macht.
  • Selbstverständlich haben Sie darüber hinaus auch die Möglichkeit, Ihre Fragen schriftlich im Chat zu stellen.

Aufzeichnung der Digital Lecture
Die Digital Lecture wird aufgezeichnet, um sie für die Mediathek des Kollegs zu nutzen. In der Aufzeichnung wird nur der/die Vortragende, dessen/deren Präsentation sowie der Moderator/die Moderatorin zu hören bzw. zu sehen sein. Video-, Audio oder Chatbeiträge werden nicht aufgezeichnet. Ein „REC“-Zeichen am Bildrand informiert die Teilnehmenden über die aktuelle Aufzeichnung.

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