Vertrauen oder Kontrolle? Meine Gesundheitsdaten und ich

Öffentlicher Abendvortrag
Foto: Holger Langhof und Dr. Martin Scharm (v.l.)

Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts - auch im Gesundheitswesen! Viele Menschen tracken ihr Privatleben hinsichtlich Sport, Ernährung, oder Gewohnheiten. Dieses Self-Tracking hat typischerweise eine verbesserte Gesundheit, Wellness und Fitness zum Ziel. Umfangreiche Datensammlungen haben aber auch das Potential, komplexe Krankheiten zu verstehen und neue Therapieansätze oder Diagnoseverfahren zu entwickeln. Diese „Big Data“-Forschung stellt jedoch neue Herausforderungen an die Aufklärung und Einwilligung von PatientInnen. Im Doppelvortrag wird der Umgang mit persönlichen Gesundheitsdaten im Privatleben sowie im Kontext der medizinischen Forschung aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

Martin Scharm ist ausgebildeter Bioinformatiker und leidenschaftlicher Entwickler. Er hat am Lehrstuhl für Systembiologie und Bioinformatik der Universität Rostock zu Reproduzierbarkeit und Wiederverwendbarkeit von Forschungsergebnissen promoviert. Als Systemingenieur hat er ein tiefgründiges Verständnis von aktueller Technik und lässt sich nur schwer von Marketing und Hype verzaubern. Er ist Verfechter von Transparenz und freiem Wissen. Die digitale Aufklärung unserer Gesellschaft ist Martin Scharm sehr wichtig.

Holger Langhof ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe „Translationale Bioethik“ am Berlin Institute of Health (BIH). Nach einer Ausbildung zum Krankenpfleger und Tätigkeit in der stationären und ambulanten Versorgung hat er Soziologie und Public Health studiert. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist die Implementierung ethischer Standards in die Praxis der medizinischen „Big Data“-Forschung. Er ist Fellow des Projekts „Big Data im Diskurs“ der Akademie für Politische Bildung Tutzing und Teil des europaweiten „Young Forum Gastein“
Netzwerks.

Moderation: Dr. Christian Suhm

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