Ausblick, Ansicht, Binnenschau. Zum Fensterbild bei Caspar David Friedrich und Carl Gustav Carus

Öffentlicher Abendvortrag
Foto: Anne Günther/FSU Jena
"Frau am Fenster". Caspar David Friedrich, Public domain, via Wikimedia Commons

Caspar David Friedrich und Carl Gustav Carus haben bemerkenswert viele und verschiedenartige Fensterbilder geschaffen. Mit diesen Darstellungen von Fenster verbinden sich mindestens zwei Angebote: der Durchblick durch das Fenster hindurch auf das, was dahinter liegt, aber auch die Ansicht des Fensters selbst. Die Vielfalt der Darstellungsformen, die Friedrich und Carus für dieses Motiv entwickelt haben, lässt vermuten, dass sie die An- und Ausblicke von Fenstern genutzt haben, um über Analogien zwischen Fenstern und Bildern nachzudenken. Wenn bei ihnen Fenster auf neue, auffällige Weise in den Blick kommen, so dürfte damit auch etwas über ihr Verständnis von Bildern gesagt sein.

Professor Dr. Johannes Grave ist Professor für Neuere Kunstgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Von 2012 bis 2019  war er Professor für Historische Bildwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Bielefeld, zuvor stellvertretender Direktor am Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris. Im Zentrum seiner Forschung stehen Bildtheoretische Fragen und historische Bildkonzepte, Temporalität des Bildes und der Bildrezeption, Praktiken des Vergleichens, Kunst, Kunsttheorie und Kunstgeschichte um 1800, Italienische Malerei der Frührenaissance und die Französische Malerei des 17. bis 19. Jahrhunderts. Johannes Grave war im Wintersemester 2014/15 Fellow am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald. 2020 erhielt er den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Moderation: Professor Dr. Thomas Klinger (Greifswald)

Die Vortragsreihe „Über Friedrich reden“ beleuchtet verschiedene Facetten des Malers und Menschen Caspar David Friedrich sowie Aspekte seiner Zeit und der Epoche der Romantik. Die Themen reichen von historischen Hintergründen über Fragen der Naturphilosophie bis hin zu einzelnen Motiven und Aspekte der Maltechnik. Darüber hinaus werden im Rahmen der Reihe auch Einblicke in die Ausstellungsprojekte in Hamburg, Berlin und Dresden gewährt. Gemeinsam geplant und organisiert vom Jubiläumsbüro der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, dem Alfried Krupp Wissenschaftskolleg, dem Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald, der Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft und dem Pommerschen Landesmuseum richten sich die Vorträge sowohl an Fachleute wie auch an interessierte Besucher*innen. Die Vorträge finden regelmäßig dienstags oder mittwochs in der letzten Woche eines jeden Monats an verschiedenen Orten statt. Die Details zu den einzelnen Terminen entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungskalender.

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Zugang zum virtuellen Hörsaal des Kollegs

Organisatorische Hinweise 
Das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg versucht, diese Veranstaltung auch live als Zoom-Meeting bereitzustellen, in dem sich Zuschauende über den Chat schriftlich beteiligen können.

  • Wir freuen uns, wenn Sie bei der Einwahl in Zoom Ihren Klarnamen angeben. Selbstverständlich können Sie an der Veranstaltung auch unter einem Pseudonym teilnehmen.
  • Eine Liste aller Teilnehmenden ist für alle Beteiligten während der gesamten Veranstaltung einsehbar.
  • Während des Vortrages sind die Mikrofone der Zuschauenden alle automatisch stumm geschaltet, um keine störenden Hintergrundgeräusche zu erzeugen. Die Kamera der Zuschauenden kann gern von Ihnen während des Vortrages angeschaltet werden.
  • Während der gesamten Veranstaltung können Wortmeldungen bzw. Fragen schriftlich im Chat gestellt werden.

Aufzeichnung 
Die Veranstaltung wird aufgezeichnet, um sie für die Mediathek des Kollegs zu nutzen. In der Aufzeichnung wird nur der/die Vortragende, dessen/deren Präsentation sowie der Moderator/die Moderatorin zu hören bzw. zu sehen sein. Chatbeiträge werden nicht aufgezeichnet. Ein „REC“-Zeichen am Bildrand informiert die Teilnehmenden. Sobald alle Beteiligten an der Aufzeichnung der Nutzung zugestimmt haben und alle Nutzungsrechte vorliegen, wird die Aufzeichnung auch in der Mediathek zu finden sein.

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