Anthropogene Störungen - darunter Landnutzungsände- rungen, zoonotische Infektionen, Umweltkontaminationen durch Agrarchemikalien und Mikroplastik sowie der Klimawandel - gelten zunehmend als zentrale Treiber von Veränderungen des Darmmikrobioms. Diese können weitreichende Folgen für die Gesundheit wildlebender Tiere und des Menschen haben. Sie führen zu verborgenen Gesundheitsrisiken die als Frühwarnsignale für Störungen von Ökosystemen dienen können. Anhand unserer Forschungsprojekte veranschaulichen wir die enge Vernetzung von Mikrobiomen im Sinne des One-Health-Ansatzes und ihr Potenzial, neue Gesundheitsbedrohungen frühzeitig zu erkennen, ihre Ursachen besser zu verstehen und geeignete Präventionsmaßnahmen abzuleiten.
Moderation: Professor Dr. Gerald Kerth