Im Vortrag werden die wichtigsten Tendenzen in der Forschung über die Publikationsmöglichkeiten der inoffiziellen Literatur, Publizistik, Wissenschaften und Kunst in der Tschechoslowakei der kommunistischen Ära vorgestellt. Dabei werden anhand von ausgewählten Beispielen die unterschiedlichen Formen des Samizdat demonstriert. Im Zentrum des Interesses stehen Periodika und Editionen aus Mähren der 1980er Jahre.
Zbyněk Fišer arbeitet als Dozent am Institut für tschechische Literatur der Philosophischen Fakultät der Masaryk-Universität Brno (Tschechien). Neben der zeitgenössischen tschechischen Literatur widmet er sich der Theorie und Didaktik des Kreativen Schreibens und der Translationswissenschaft. Dazu veröffentlichte er die Monographien Tvůrčí psaní (2001, Kreatives Schreiben) und Překlad jako kreativní proces (2009, Die Übersetzung als kreativer Prozess). Er publiziert auch Lyrik (Někde za Truchlovem [Irgendwo im Trauertal], 2014; Kikikarantkatr aneb Gazanie 2030, 2022).
Moderation: Professor Dr. Andreas Ohme
