Die Tagung widmet sich den kulturellen Konstruktionen von Klima, Natur und gesellschaftlicher Ordnung im 19. Jahrhundert. Im Zentrum steht die Frage, wie erzählende Literatur und publizistische Texte Naturwahrnehmungen rahmten und gesellschaftliche Selbstbeschreibungen beeinflussten. Sie verknüpft literatur- und geschichtswissenschaftliche Perspektiven mit kultur-, wissens- sowie mentalitätsgeschichtlichen Ansätzen: Natur erscheint dabei nicht nur als Objekt wissenschaftlicher Beobachtung, sondern als zentrale gesellschaftliche Projektionsfläche für Fragilität, Ordnung und Sinnbildung. In Auseinandersetzungen mit tatsächlichen oder vermuteten klimatischen Veränderungen stehen Fragen zur Brüchigkeit und Anfälligkeit der Natur und des Klimas, zum Wandel der Mensch-Natur-Verhältnisse und zum Umgang mit Unsicherheit und Nichtwissen im Fokus.
Fragile Ordnungen: Literarische und historische Zugänge zu Wahrnehmungen von Klima und Gesellschaft im 19. Jahrhundert
Fokus: GESELLSCHAFT, Veranstaltungssprache: Deutsch, Internationale Fachtagung
