Nachrichtendienste in der wehrhaften Demokratie

Veranstaltungssprache: Deutsch, Fokus: GESELLSCHAFT

Von den im Verborgenen arbeitenden Nachrichtendiensten geht seit jeher eine ambivalente Faszination aus. Mit Spannung werden die Abenteuer britischer oder amerikanischer Agenten verfolgt, mit Schaudern und Bestürzung die Verbrechen von Gestapo und Stasi. Funktionsbedingungen der deutschen Nachrichtendienste der Gegenwart stehen dagegen vergleichsweise selten im Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit, sofern nicht gerade ein echter oder vermeintlicher Skandal medial bewegt wird. Der Vortrag nimmt daher die Bedeutung der deutschen Nachrichtendienste für eine wehrhafte Demokratie und ihre Rolle in der deutschen Sicherheitsarchitektur jenseits von Mythos und Ideologie in den Blick.

Jan-Hendrik Dietrich lehrt Öffentliches Recht an der Hochschule des Bundes in Berlin und der Universität der Bundeswehr München. Zusammen mit Prof. Dr. Carlo Masala leitet er den Studiengang "Intelligence and Security Studies", der an Offiziere der Bundeswehr sowie angehende Führungskräfte deutscher Sicherheitsbehörden gerichtet ist. Er ist Co-Direktor des Center for Intelligence and Security Studies an der Universität der Bundeswehr München sowie Autor und Herausgeber zahlreicher Werke zum Sicherheitsrecht. Als Sachverständiger nimmt Jan-Hendrik Dietrich regelmäßig an Expertenanhörungen in den Parlamenten des Bundes und der Länder teil. Seit 2022 ist er Prozessvertreter des Bundes vor den Verwaltungsgerichten.

Moderation: Philipp Randt B. Sc., Ole Fenske B. A. 

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