Wie ist man im antiken und vormodernen Mittelmeerraum mit der ständigen Bedrohung durch Erdbeben fertig geworden? Wie hat man sich den eigenen Kosmos und das Jenseits vorgestellt, erzählerisch und wissenschaftlich zugleich? Welche Formen nahmen der interreligiöse Dialog und die interkulturelle Kooperation an? Wurden bereits „gerechte“ und „heilige“ Kriege geführt, und wie sahen deren Begründungen aus?
Diesen und anderen spannenden wie weitreichenden Fragen widmet sich das Greifswalder Kolloquium Neues aus der Antike. Mit einem breiten räumlichen und zeitlichen Horizont und unter interdisziplinärem Zugriff wird im Workshop ein Beitrag zur Neukonturierung antiker Gesellschaften geleistet: Diese lösen sich von ihrem klassischen, zum Teil idealisierten – ja starren – Bild und präsentieren sich als schillernde, risikobehaftete wie resilienzfähige Lebensrealitäten. Eine Vielzahl wenig bekannter Texte und neuartiger Quellen findet dabei Berücksichtigung; die innovativen Möglichkeiten ihrer digitalen Aufbereitung werden exemplarisch erörtert. Dadurch setzt der Workshop auch zahlreiche Impulse für die Reflexion sehr aktueller Themen und Zusammenhänge wie Katastrophe, Krise und Konflikt.
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