Angesichts der fundamentalen ökologischen Krise der modernen Lebensform fragt der Vortrag danach, wie wir unser Verhältnis zur Natur politisch neu bestimmen können. Er geht dabei von dem Verdacht aus, dass wir das Politische bislang anhand von Paradigmen gedacht haben, die dies verunmöglicht haben. Das gilt für das Paradigma Oikos/Polis und das Paradigma Naturzustand/Gesellschaftszustand ebenso wie für die paradoxe Naturalisierung des Politischen in der politischen Ökonomie. Der Vortrag erkundet vor diesem Hintergrund die Möglichkeiten einer neuen Form politischer Ökologie.
Thomas Khurana ist Professor für Philosophie und Leiter des Center for Post-Kantian Philosophy an der Universität Potsdam. Zu seinen gegenwärtigen Forschungsprojekten zählen die Krise der Autonomie, die Philosophie des Anthropozän und die Kritik der politischen Ökologie. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen: The Life of Freedom in Kant and Hegel (Cambridge University Press 2026) und Recognition: Historical and Philosophical Perspectives (Routledge 2025).
Moderation: Dr. Giovanna Caruso
Politik der Natur: Prolegomena zu einer Kritik der politischen Ökologie
Veranstaltungssprache: Deutsch, Fokus: KOSMOS
