Politik und Kunst stehen in einer engen Wechselbeziehung zueinander. In den ehemals sozialistischen Ländern Ost- und Ostmitteleuropas manifestiert sie sich in der Nachkriegszeit zunächst vor allem in staatlichen Eingriffen in den Kulturbetrieb, nach der Wende dann in erster Linie in der Thematisierung relevanter gesellschaftspolitischer Themen. Beide Aspekte werden in der bohemistischen Sommerschule behandelt: zum einen die kultursoziologischen Besonderheiten und ihre Auswirkungen auf Literatur und Film in der Tschechoslowakei nach 1945, zum anderen die Auseinandersetzung mit brisanten Fragen der Gegenwart in Literatur und bildender Kunst: Holocaust und Vertreibung, Erinnerungskultur, Gleichstellung sowie die Ökoproblematik, auf der ein Schwerpunkt liegen wird.
politik – macht – literatur. Wechselwirkungen zwischen Poetik und Politik in der tschechischen Literatur und Kultur seit 1945
Veranstaltungssprachen: Deutsch und Englisch, Fokus: GESELLSCHAFT, Sommerschule
