Die Schule schließt, den Laden gibt es längst nicht mehr, die Ärztin nimmt keine Patienten mehr auf und die Abwassergebühren steigen jährlich. So kann der Wandel der Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen aussehen. Gleichzeitig entstehen neue Angebote, wie mobiles Internet, E-Ladestationen oder Tagespflege für Senioren. Gerade ländliche Regionen, deren Bevölkerungszahl und Wirtschaftskraft schrumpfen, stehen vor großen Herausforderungen, die Daseinsvorsorge zu sichern. Hier werden neue Lösungen erprobt, wie mobile Angebote, Digitalisierung und bürgerschaftliches Engagement. Der Beitrag stellt Monitoringergebnisse sowie Erfahrungen aus Modellvorhaben vor.
Patrick Küpper studierte von 2001 bis 2006 Angewandte Geographie mit den Nebenfächern VWL und Politikwissenschaft an der Universität Trier. Anschließend arbeitete er als Doktorand am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und promovierte 2010 an der Technischen Universität Dresden. Seit 2009 ist Patrick Küpper Projektleiter am Thünen-Institut für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen und beschäftigt sich mit räumlichen Ungleichheiten, Daseinsvorsorge und regionalen Entwicklungsinitiativen. Im Jahr 2011 war er abgeordnet ans Bundeslandwirtschaftsministerium im Referat „Entwicklung ländlicher Räume“.
Moderation: Professor Dr. Volker Beckmann
