Heraldische Konkurrenz und Konflikte im Umfeld der Päpste vom 13. bis zum frühen 16. Jahrhundert

Öffentlicher Abendvortrag
Foto: Frédéric Chauvin †

Auf den ersten Blick erscheint es für eine geistliche Institution wie das Papsttum wenig passend, sich heraldischer Zeichen zu bedienen. Mit den gekreuzten Petrusschlüsseln war aber schon im 13. Jahrhundert ein Symbol gefunden, mit dem sich die päpstliche Gewalt vom kaiserlichen Adler absetzen konnte. Den Päpsten traten aber in der Stadt Rom und im sich langsam ausbildenden Kirchenstaat mit mächtigen Adelshäusern und Kommunen weitere Konkurrenten um die Sichtbarkeit im öffentlichen Raum entgegen. In diesen Konflikten spielte die Heraldik eine große Rolle, ließ sich doch die Verdammung und Verunglimpfung des politischen Gegners bestens gegen deren Wappen in Szene setzen.

Andreas Rehberg kam nach dem Studium der Mittelalterlichen Geschichte, Neueren Geschichte und Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Rom La Sapienza 1995 an das Deutsche Historische Institut in Rom (DHI). Seine 1999 publizierte Doktorarbeit befasste sich mit dem römischen Adelshaus der Colonna. Als Referent für das Spätmittelalter am DHI und Mitglied etlicher historischer Verbände arbeitet er zu Kirchen- und Sozialgeschichte, stadtrömischen Quellen und seit einigen Jahren auch zur Heraldik in Rom.

Moderation: Professorin Dr. Andrea Stieldorf

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